Mehr Glitzer, bitte. 

Du kannst Spagat zwischen Menschen und Dingen, doch sie fressen dich.
Deine Freundin sagt „Du bist nie richtig hier“, sie erkennt dich nicht.
Dein Wahn und dein Display und es läuft und läuft an dir vorbei.
Du bist hier und überall, doch nie wirklich da, nur überall dabei.

Ach, man sieht doch das Leben vor lauter leben nicht.

-Bosse/ Vier Leben

Ich laufe durch die Straßen Berlins.Irgendein Ziel verfolgend.
Ich fühle mich hektisch. Ich bin genervt, kaputt und müde. Der Grund warum ich zu jenem Ziel, Ort oder Event hinlaufe, ist eben nicht mehr auffindbar, aber ich gehe sowieso, denn irgendwas triebt mich.
Der Dreck auf der Straße ekelt mich an und der Dunst von Bier und Urin brennt in meiner Nase. Ich frage mich warum Menschen solche Schweine sind, warum sie die Umgebung, in der sie leben, nicht interessiert. Die Gedankengänge treiben mich in den Wahnsinn und erzeugen Wut in meinen Bauch. Ich kann sie nicht weiter verfolgen denn da kommt meine U-Bahn, schnell quetsche ich mich, zwischen all denn ändern rastlosen Menschen, in die Türen. Es ist stickig, eng und die Luft ist von saurem Schweißgeruch erfüllt. Ich blicke mich um und schaue in traurige Gesichter und sehe menschliche Zombies die auf ihre Telefone starren um die Zeit Tod zu schlagen, eben noch Emails zu verschicken, Pokémons zu fangen oder schnell noch ein paar Nachrichten an Menschen zu senden, die sie leider schon viel zu lange nicht gesehen haben.
Ich mach die Augen zu und lehne mich an die U-Bahn-Wand. Mein Kopf drückt von der stickigen Luft, mein Rücken schmerzt vom Tag und die Menschenmassen drücken meine Stimmung in ein noch tieferes Loch. Endlich öffnen sich die Türen da wo ich auch hin möchte und beim Tritt ins Freie fühle ich mich gleich ein Stückchen leichter.
Ich werfe einen Blick auf mein Handy. Immer noch keine Antwort. Ich bin genervt und schon wieder bildet sich ein negativer Gedankenstrudel, der mir ein Schwindelgefühl gibt.Ich trete aus dem U-Bahnhof und sauge die frische Luft tief in meine Lungen.Ich schaue mich um.
„Genau hier wollte ich immer sein“, schießt es mir durch den Kopf.

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Liebe ist.

„ I would like to see you. But: I would only like to see you with your feeling space, and desire, the parents of bravery, and curiosity. I would like you to want to see me without you feeling seduced or pressured. I would like to see you without your playing games: for games are for winners and losers and I do not ever want to win against you, or for you to lose against me. And I do not want to lose against you or for you to win against me. For we are part of the whole, the main, as Donne said- and your gain is mine and my loss is yours. Love is about finding one’s match, which means we shall touch our minds and hearts together at once, and never condescend or aim for any goal between us but the truth.“
-Things I would like to do with you-

Über die Liebe wurden bereits abertausende von Büchern geschrieben und mindestens genauso viele Pop-Songs. Jeder hat mindestens eins solcher Bücher gelesen und mindestens die Hälfte aller Songs gehört. Und trotz all dem bereits vorhanden Material auf dem Markt, wird es immer wieder Nachschub geben. Die Liebe ist eine niemals versiegende Quelle. Denn jeder kann sich mit irgendeinem Teil von ihr identifizieren; irgendeines der unendlichen Gefühle die die Liebe auf ihrem Beibackzettel birgt, nachempfinden.

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Fortsetzung folgt.

 

Returning from a long trip has honestly been an awakening. Some days a rude awakening, others just an awakening.
When I look back on this moment in time, I know that I will see it as a turning point. But in the middle of this moment, it feels more like a mess. And that is something to be grateful for.

Hallo meine Liebsten,

Man könnte meinen das Zurückkommen sei einfacher als das Weggehen. Schließlich kommt man ja nach Hause zurück. Zu seinen Liebsten und vertrauten Personen, seiner Familie, seinen Freunden und zu dem Ort dem man Zuhause nennt.
Doch wahrscheinlich jeder der einmal für länger im Ausland gelebt hat, weiß das es nicht so ist. Denn das Zurückkommen ist mindestens genauso schwer (wenn nicht sogar schwerer) wie das Weggehen.
Denn schließlich ist dieser neuer Ort jetzt ebenso dein Zuhause geworden und auch hier hast du Menschen gefunden die du liebst und die du jetzt zurücklassen musst. An diesem Ort hast du dich selbst neu erfahren und kennengelernt, du bist neue Wege gegangen und hast andere Entscheidungen getroffen. Du bist über dich selbst herausgewachsen und bist dir selbst um so einiges näher gekommen. Das möchtest du jetzt behalten und mitnehmen. Mitnehmen von Zuhause nach Hause.

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The End

How lucky am I
to have something
that makes saying
goodbye so hard.
-Winnie the Pooh

Bevor ich hier herkam kannte ich nicht einmal deinen Namen.
Sevilla.
Allein das Wort klang für mich fantasievoll. Melodisch. Ein bisschen wie eine Märchenstadt. Sevilla.
Die heißeste Stadt Europas. Die Hauptstadt von Andalusien.
Sevilla tiene un color especial“ (Sevilla hat eine besondere Farbe) heißt es in einem bekannten Lied über die Stadt.
Ich konnte nur erahnen wie schön du bist und doch hast du mich jeden Tag wieder mit deiner Anmut überwältigt.
Vorher kannte ich dich nicht, jetzt hast du mein Herz erobert und bist mein Zuhause geworden.
Danke Sevilla.

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Großer Besuch/2

But the most beautiful things
in life are not just things.
They’re people, and places,
memories and pictures.
They’re feelings and moments
and smiles and laughter.

…Nach meinem Mittagsschläfchen ging es mir schon viel besser und ich fühlte mich nicht mehr wie der Tod auf Latschen.
Also gab es einen kleinen Snack und dann ging es auch schon ab in die Stadt wo ich mit Mutti und Vati am Plaza de España verabredet war. Die beiden saßen auf einer Bank vor dem Park und ließen sich, mit geschlossenen Augen, die Sonne ins Gesicht scheinen.

Dann gingen wir gemeinsam, durch die dieses Mal geöffneten Tore, des María Luisa Parkes. Ich war so glücklich ihnen endlich meinen Lieblingsplatz und gleichzeitig den für mich schönsten Ort Sevillas zeigen zu können. Es war der perfekte Tag denn die Sonne schien ungestört vom, mit vereinzelten Wölkchen bedeckten, Himmel auf uns herab und ließ den Platz in seiner vollen Schönheit erstrahlen.

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Großer Besuch/1

 Das Leben misst
sich nicht in
Atemzügen,
sondern in Momenten
die dir den Atem
geraubt haben.

Hola meine Sternschnuppen,

Es ist Donnerstag Abend und ich sitze im Bus auf dem Weg zum Flughafen um meine Eltern abzuholen, als ich die Nachricht von Mutti bekommen das sie noch in Madrid stehen und wohl etwas später kommen würden.

Ok, zurückfahren ist jetzt blöd, also hohle ich mir ganz entspannt einen Kaffee und setzte mich an ein „ruhiges“ Plätzchen außerhalb des Flughafengebäudes. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm und es fühlt sich wie Frühling an.
Meine Intuition führte mich genau im richtigen Moment wieder rein, denn ein Blick auf die Anzeigetafel verriet mir das sie schon gelandete waren. Ein paar Minuten später sah ich Mutti und Vati auch schon auf mich zukommen.

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Alles war aus Gold

Lass uns alles tun, weil wir können
und nicht müssen,
denn jetzt sind wir jung & lebendig
und das soll ruhig
Jeder wissen.

-Julia Engelmann

Alles war aus Gold..oder verbrannt ;D

Hola ihr Lieben,

Unglaublich wie schnell die Zeit vergehen kann, aber mit meiner Rückkehr aus Madrid bricht auch bereits Monas letzte Woche im Kindergarten an.

Da ich nach meinen Trip ziemlich fertig war und Mona auch noch einiges zu schaffen hatte, trafen wir uns erst Donnerstag nach der Kita um gemeinsam den Kuchen für Monas Abschied im Kindergarten zu backen.

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Sonnenschein

Maybe the journey
isn’t so much about
becoming anything.
Maybe it’s about unbecoming
everything that isn’t
really you,
so you can be who
you where meant to
be in the first place.

Das Flugzeug landet und mein Mund formt sich zu einem Lächeln- Hallo Sevilla. Das Warten am Gepäckband fühlt sich vertraut an und bei weitem nicht so aufregend wie beim ersten Mal.
Ich kenne mich aus, alles ist vertraut und es ist ein schönes Gefühl.
Ich öffne die Tür zu meiner Wohnung, alles ist still, keiner ist da. Ich lasse mich auf mein Bett fallen, schaue in meinem Raum umher und ein warmes Gefühl breitet sich in mir aus. Ich bin Zuhause.

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Zuhausegefühl

Being a family
means you are part of something
very wonderful.
It means you will love
and be loved
for the rest of your life.
No matter what.

Die S-Bahn riecht nach abgestandener Luft und der Wein, den ich direkt aus der Flasche trinke, legt sich trocken auf meine Zunge. Beim Aussteigen fühle ich meine Lunge mit kühler, frischer, von mir so geliebten Stadtluft.
In kleinen Schritten betrete ich Tina’s Wohnung, atme den mir so vertrauten Duft ein, lasse mich aufs Bett fallen und fühle mich sofort Zuhause. Angekommen.

Aus dem Fenster des Mercedes meines Vaters kann ich die mir so bekannte Landschaft erkennen. Im Haus ist es kuschlig warm und riecht nach Familie. Ich öffne die Tür zu meinem Zimmer und meine Kindheit strömt mir entgegen. Ich verkrieche mich in meiner kuschlig, weiche Bettwäsche und fühle mich Zuhause. Sicher.

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